
Wie die Singvögel zu uns kamen.
Wej de Sengviel zoù oas komm säan
„Dej Viel,
dej soù freh peifen,
dej held häannerher
de Katz!“
dej soù freh peifen,
dej held häannerher
de Katz!“
Als wir noch bei der Oma in der Hofstraße gelebt hatten, und ich schon vorm Frühstück ein Liedchen gesungen hatte, da waren dies stets ihre stehenden Worte, wenn ich schon in aller Herrgottsfrüh ein Lied zu pfeifen begann:
„Dej Viel, dej schun sou frej sengen, dej höllt nöher de Katz!“
Solch ein Spruch mag drüben im Dorf, wo jedes Haus mindestens eine Katze hat, zutreffen; doch diese Befürchtung traf anfangs bei uns ums Zollhaus nicht zu. Denn, als wir ankamen, da gab es dort weit und breit weder Katze noch singende Vögel. Zumindest hier ums Haus, war davon keine Spur zu sehen und zu hören!
In dem von den Franzosen öd und leer zurückgelassenen Garten war seitdem die Natur wie ausgestorben; keine Sträucher, keine Blumen, lediglich hier und da verdorrte Gräser, folglich zwitscherten hier auch keine Singvögel. Und auch dafür gibt es einen zutreffenden Spruch von Oma:
„Kää Vuul sengt äam Gewidder un woú ed neischd ze pecken gefd.“
Erst als Vater und Mutter noch im Herbst nach dem Umzug dabei waren, den Garten von vorne bis hinten umzugraben, da tauchte auf einmal ganz zaghaft ein erstes Rotkehlchen auf.
Ich stehe die ganze Zeit aufmerksam dabei und sehe, wie es zuerst in einer Masche des Gartenzaunes hockt, dann herüber ganz am Ende der frisch umgeworfenen Scholle landet und sich schüchtern umschauht. Dann macht es ein paarmal so kleine Knickschen, als wollte es zum Tanze auffordern.
Aber Vater meint dazu, es traue sich noch nicht näher zu kommen, und es pumpe sich gerade Mut an. Gleich aber wird das Vögelchen mit dem roströtlichen Brustlappen immer zutraulicher, kommt sogar dicht an den Spaten neben Vaters Füßen heran und schnappt sich den ersten Wurm.
„Oh, wej schejn, oasen ejschden Besuch, ed ejschd Leben äan oasem Goarden!“
Und als es dann mit den ersten Novembertagen draußen kälter wurde, der Garten sein Sommerkleid ablegte und es ums Zollhaus herum wieder einsamer wurde, da begann Mutter auf der Festerbank von unserer Küche regelmäßig ein paar Körner Futter auszustreuen, für die Vögel, die uns im Winter nicht verlassen. Aber es dauerte eine ganze Weile bis sich die erste Meise traute, ganz kurz zu landen, ein Körnlein zu schnappen und gleich wieder zu verschwinden. Doch einmal die Scheu überwunden, fand unsere Meise sich regelmäßig ein und brachte sogar ihre Artgenossen mit. Zusammen mit der steigenden Frühjahrssonne hatte es dann noch ein weiteren Auftritt von den Meischen mit den blauen Flügeln gegeben. Mutter hatte sich zu ihrer Gartenarbeit an der warmen Hauswand einen Stuhl zum Ausruhen gestellt. Und während von uns niemand direkt in der Nähe war, da machten sich die pfiffigen Kerlchen an dem Stuhlkissen zu schaffen. Erstaunlich, mit welchem Geschick sie sich zwischen den Maschen des Kissenbezugs die kleinen Daunenfederchen herauspickten und schleunigst in ihr Nest abtransportierten.
Abends, beim Nachtessen haben wir dann drüber gesprochen, und Vater hat mir dazu erklärt, daß in zwei drei Wochen etwas Erfreuliches geschehen würde. Denn das Meisenpärchen hat in ihrem Nest mit dem Material von Mutters Kissen ein flaumenweiches Bett für das Gelege geschaffen, und bald werden sie auch eine junge Familie gegründet haben. Mit ihren neugeborenen Jungen werden sie dann auch bei uns noch mehr heimisch sein.
Durch reichlich Ungeziefer angelockt…
Im Zuge unserer eifrigen Gartenarbeit erhofften wir zugleich über das ganze zweite Jahr im Zollhaus hinweg noch mehr flatterndes und zwitscherdes Leben um uns herum zu haben…
Vater war inzwischen extra Mitglied im Gartenbauverein geworden, brachte allerlei Beerensträucher mit und pflanzte sie unter meiner Mithilfe ein, den ganzen Zaun entlang: Häamberden, Grejscheln, Schwotzpotten, Stenkerden (Himberen, Stachelbeeren, Brombeeren, Schwarze Johannisbeeren). Und damit es ums neue Heim herum auch bald blühen und duften sollte, sind dann für den vorderen Gartenteil zur Straße hin auch noch die neuen Rosenstöcke dazu gekommen.
Vater hatte auch bei der Kirche erreicht, das unmittelbar an unsern Garten angrenzende kleine Feldstück auf 100 Jahre quasi unentgeldlich, nur mit der Auflage der Bewirtschaftung und Pflege, zu pachten. Er hatte die Brache durch den Knecht vom Abelfranz umbrechen lassen und dann selbst Korn frisch eingesät. Ein Stück lang durfte ich dabei neben ihm hergehen und selbst mit von der Roggensaat ausstreuen.
Zwischen Kornfeld und Garten hatten wir einen kleinen Streifen frei gelassen für ein Erdbeerbeet, daß ich mit Mutter bei seinem weiteren Gedeihen betreute.
Und so, wie nun alles zu wachsen und sprießen begann, und weil inzwischen auch der wilde Wein für Vaters künftige Gartenlaube ebenfalls kräftig ausgeschlagen ist, gab es folglich im neu erblühten Zollhausgarten auch wieder reichlich Käfer, Hummeln, Bienen, allerlei Insekten und Ungeziefer. Und das Gute daran: Von dem Getier angelockt, kamen endlich auch immer häufiger die erwünschten Singvögel.
Noch mehr Insekten und damit auch noch mehr Vögel hatte sich eingefunden, nachdem Vater hinterm Gartenzaun auch einen etwas größeren Platz freimachte, um dort einen Haufen anzulegen für den anfallenden Stallmist der ersten Kaninchen, die jetzt auch zum unsern neuen ländlichen Lebensbestand gehören werden.
Wie gesagt, die muntere Vogelschar ist also nicht von allein zu uns gekommen, nicht aus purer Geselligkeit und Nächstenliebe. Es war vielmehr das reichliche Angebot unseres neuen Gartens zum Verspeisen von allerlei Ungeziefer, von Würmern, Fliegen, Käfern und Läusen. Auch das sollte uns recht sein; doch über allem bereitet ihre so lebendige Anwesenheit, ihr quwirliger Eifer und munteres Gezwitscher ein zusätzliches Gefühl von Lebendigkeit und eine besondere Freude.
… und uns zur Freude um Haus und Garten
Die ersten, das waren auch jetzt wieder die Meisen. Die quirligen Tierchen machten sich überall im Garten zu schaffen. Sie sind fast immer in eifriger Bewegung und alleweil neugierig. Ihr Köpfchen scheint zwar auffallend klein, sie sind aber recht aufgeweckt. Ihr Flug hat zwar nicht viel von der Eleganz der Schwalben; aber wenn sie, von draußen kommend, sich über den Gartenzaun hinweg im Bogen direkt auf die Äste und Zweige stürzen, elegant landen, dann sieht das sehr geschickt aus.
Und so kam auch bald der Sommer, der zweite Sommer hier, weitab vom Dorfleben. Doch es blieben ums Zollhaus herum die lustigen Meisen, die schüchternen Rotkehlchen und weitere geflügelte Gartenbesucher.
Die sonnige Jahreszeit hat uns aber nicht nur die Freude an den Vögelchen beschert, sie brachte uns auch viel Arbeit, nicht nur im Garten, auch auf unsern Ackerstücken, die Mutter und Vater von ihren Eltern geerbt hatten: Kartoffeln häufen in Hontel, das Korn schneiden in den Schaachen und das Heu einbringen und dann im Herbst das Obst ernten oben auf dem Reisberg.
Das Wetter war meist hell und schön und hatte uns, Gott sei Dank, neben der täglichen Arbeit auch schöne Erlebnise gebracht: beim Baden im Merziger Schwimmbad, bei den sonntäglichen Ausflügen zum Ellerhof oder zur Biereiche in den Kammerforst mit dem Wanderverein.
So sah das Leben also für mich inzwischen wieder freundlicher aus, und das anfänglich so bedrückende Gefühl der Einsamkeit hatte sich weitgehend verzogen Denn, noch in der Franzosenzeit hatte sich wahrscheinlich keiner der Dorfbewohner ins Zollhaus getraut; doch seit unserm Umzug gab es immer mehr willkommene Besuche von lieben Verwandten und Bekannten.
Der Höhepunkt war dann, mitten drin in der Heidelbeerenzeit, mit meinem 7. Geburtstag das dreitägige Fest unserer Kirmes von Maria Magdalena. Und dabei ist es dann auch zu meiner ersten festen Freundschaft gekommen.
„Dej Viel, dej schun sou frej sengen, dej höllt nöher de Katz!“
Solch ein Spruch mag drüben im Dorf, wo jedes Haus mindestens eine Katze hat, zutreffen; doch diese Befürchtung traf anfangs bei uns ums Zollhaus nicht zu. Denn, als wir ankamen, da gab es dort weit und breit weder Katze noch singende Vögel. Zumindest hier ums Haus, war davon keine Spur zu sehen und zu hören!
In dem von den Franzosen öd und leer zurückgelassenen Garten war seitdem die Natur wie ausgestorben; keine Sträucher, keine Blumen, lediglich hier und da verdorrte Gräser, folglich zwitscherten hier auch keine Singvögel. Und auch dafür gibt es einen zutreffenden Spruch von Oma:
„Kää Vuul sengt äam Gewidder un woú ed neischd ze pecken gefd.“
Erst als Vater und Mutter noch im Herbst nach dem Umzug dabei waren, den Garten von vorne bis hinten umzugraben, da tauchte auf einmal ganz zaghaft ein erstes Rotkehlchen auf.
Ich stehe die ganze Zeit aufmerksam dabei und sehe, wie es zuerst in einer Masche des Gartenzaunes hockt, dann herüber ganz am Ende der frisch umgeworfenen Scholle landet und sich schüchtern umschauht. Dann macht es ein paarmal so kleine Knickschen, als wollte es zum Tanze auffordern.
Aber Vater meint dazu, es traue sich noch nicht näher zu kommen, und es pumpe sich gerade Mut an. Gleich aber wird das Vögelchen mit dem roströtlichen Brustlappen immer zutraulicher, kommt sogar dicht an den Spaten neben Vaters Füßen heran und schnappt sich den ersten Wurm.
„Oh, wej schejn, oasen ejschden Besuch, ed ejschd Leben äan oasem Goarden!“
Und als es dann mit den ersten Novembertagen draußen kälter wurde, der Garten sein Sommerkleid ablegte und es ums Zollhaus herum wieder einsamer wurde, da begann Mutter auf der Festerbank von unserer Küche regelmäßig ein paar Körner Futter auszustreuen, für die Vögel, die uns im Winter nicht verlassen. Aber es dauerte eine ganze Weile bis sich die erste Meise traute, ganz kurz zu landen, ein Körnlein zu schnappen und gleich wieder zu verschwinden. Doch einmal die Scheu überwunden, fand unsere Meise sich regelmäßig ein und brachte sogar ihre Artgenossen mit. Zusammen mit der steigenden Frühjahrssonne hatte es dann noch ein weiteren Auftritt von den Meischen mit den blauen Flügeln gegeben. Mutter hatte sich zu ihrer Gartenarbeit an der warmen Hauswand einen Stuhl zum Ausruhen gestellt. Und während von uns niemand direkt in der Nähe war, da machten sich die pfiffigen Kerlchen an dem Stuhlkissen zu schaffen. Erstaunlich, mit welchem Geschick sie sich zwischen den Maschen des Kissenbezugs die kleinen Daunenfederchen herauspickten und schleunigst in ihr Nest abtransportierten.
Abends, beim Nachtessen haben wir dann drüber gesprochen, und Vater hat mir dazu erklärt, daß in zwei drei Wochen etwas Erfreuliches geschehen würde. Denn das Meisenpärchen hat in ihrem Nest mit dem Material von Mutters Kissen ein flaumenweiches Bett für das Gelege geschaffen, und bald werden sie auch eine junge Familie gegründet haben. Mit ihren neugeborenen Jungen werden sie dann auch bei uns noch mehr heimisch sein.
Durch reichlich Ungeziefer angelockt…
Im Zuge unserer eifrigen Gartenarbeit erhofften wir zugleich über das ganze zweite Jahr im Zollhaus hinweg noch mehr flatterndes und zwitscherdes Leben um uns herum zu haben…
Vater war inzwischen extra Mitglied im Gartenbauverein geworden, brachte allerlei Beerensträucher mit und pflanzte sie unter meiner Mithilfe ein, den ganzen Zaun entlang: Häamberden, Grejscheln, Schwotzpotten, Stenkerden (Himberen, Stachelbeeren, Brombeeren, Schwarze Johannisbeeren). Und damit es ums neue Heim herum auch bald blühen und duften sollte, sind dann für den vorderen Gartenteil zur Straße hin auch noch die neuen Rosenstöcke dazu gekommen.
Vater hatte auch bei der Kirche erreicht, das unmittelbar an unsern Garten angrenzende kleine Feldstück auf 100 Jahre quasi unentgeldlich, nur mit der Auflage der Bewirtschaftung und Pflege, zu pachten. Er hatte die Brache durch den Knecht vom Abelfranz umbrechen lassen und dann selbst Korn frisch eingesät. Ein Stück lang durfte ich dabei neben ihm hergehen und selbst mit von der Roggensaat ausstreuen.
Zwischen Kornfeld und Garten hatten wir einen kleinen Streifen frei gelassen für ein Erdbeerbeet, daß ich mit Mutter bei seinem weiteren Gedeihen betreute.
Und so, wie nun alles zu wachsen und sprießen begann, und weil inzwischen auch der wilde Wein für Vaters künftige Gartenlaube ebenfalls kräftig ausgeschlagen ist, gab es folglich im neu erblühten Zollhausgarten auch wieder reichlich Käfer, Hummeln, Bienen, allerlei Insekten und Ungeziefer. Und das Gute daran: Von dem Getier angelockt, kamen endlich auch immer häufiger die erwünschten Singvögel.
Noch mehr Insekten und damit auch noch mehr Vögel hatte sich eingefunden, nachdem Vater hinterm Gartenzaun auch einen etwas größeren Platz freimachte, um dort einen Haufen anzulegen für den anfallenden Stallmist der ersten Kaninchen, die jetzt auch zum unsern neuen ländlichen Lebensbestand gehören werden.
Wie gesagt, die muntere Vogelschar ist also nicht von allein zu uns gekommen, nicht aus purer Geselligkeit und Nächstenliebe. Es war vielmehr das reichliche Angebot unseres neuen Gartens zum Verspeisen von allerlei Ungeziefer, von Würmern, Fliegen, Käfern und Läusen. Auch das sollte uns recht sein; doch über allem bereitet ihre so lebendige Anwesenheit, ihr quwirliger Eifer und munteres Gezwitscher ein zusätzliches Gefühl von Lebendigkeit und eine besondere Freude.
… und uns zur Freude um Haus und Garten
Die ersten, das waren auch jetzt wieder die Meisen. Die quirligen Tierchen machten sich überall im Garten zu schaffen. Sie sind fast immer in eifriger Bewegung und alleweil neugierig. Ihr Köpfchen scheint zwar auffallend klein, sie sind aber recht aufgeweckt. Ihr Flug hat zwar nicht viel von der Eleganz der Schwalben; aber wenn sie, von draußen kommend, sich über den Gartenzaun hinweg im Bogen direkt auf die Äste und Zweige stürzen, elegant landen, dann sieht das sehr geschickt aus.
Und so kam auch bald der Sommer, der zweite Sommer hier, weitab vom Dorfleben. Doch es blieben ums Zollhaus herum die lustigen Meisen, die schüchternen Rotkehlchen und weitere geflügelte Gartenbesucher.
Die sonnige Jahreszeit hat uns aber nicht nur die Freude an den Vögelchen beschert, sie brachte uns auch viel Arbeit, nicht nur im Garten, auch auf unsern Ackerstücken, die Mutter und Vater von ihren Eltern geerbt hatten: Kartoffeln häufen in Hontel, das Korn schneiden in den Schaachen und das Heu einbringen und dann im Herbst das Obst ernten oben auf dem Reisberg.
Das Wetter war meist hell und schön und hatte uns, Gott sei Dank, neben der täglichen Arbeit auch schöne Erlebnise gebracht: beim Baden im Merziger Schwimmbad, bei den sonntäglichen Ausflügen zum Ellerhof oder zur Biereiche in den Kammerforst mit dem Wanderverein.
So sah das Leben also für mich inzwischen wieder freundlicher aus, und das anfänglich so bedrückende Gefühl der Einsamkeit hatte sich weitgehend verzogen Denn, noch in der Franzosenzeit hatte sich wahrscheinlich keiner der Dorfbewohner ins Zollhaus getraut; doch seit unserm Umzug gab es immer mehr willkommene Besuche von lieben Verwandten und Bekannten.
Der Höhepunkt war dann, mitten drin in der Heidelbeerenzeit, mit meinem 7. Geburtstag das dreitägige Fest unserer Kirmes von Maria Magdalena. Und dabei ist es dann auch zu meiner ersten festen Freundschaft gekommen.
Schon auf dem Kirmesplatz, da waren auch fast alle Mädchen und Jungen vom Kindergarten, da war auch Robert aus der Grejnstatt dabei, der mir eine Freifahrt fürs Kettenkarussel schenkte.
Und als ich dann mit Robert bei einem dieser Ausflüge mit Vaters Wanderverein ein längeres Stück des Wegs nebeeinander marschiert bin und wir uns bei der nächsten Rast ganz dicht nebeneinander setzten, da war damit zwischen uns beiden eine feste Freundschaft geschlossen. Robert sagte mir fest auf die Hand zu, mich öfter im Zollhaus zu besuchen und mit mir rauf auf Hoaschd zu steigen. Schließlich versprachen wir einander, uns nächstes Jahr beim Schulgbeginn gleich nebeneinander in dieselbe Schulbank zu setzen. Und später auch bei der Erstkommunion, da sollten wir Nöödmoahlskamaroaden werden.
Und als ich dann mit Robert bei einem dieser Ausflüge mit Vaters Wanderverein ein längeres Stück des Wegs nebeeinander marschiert bin und wir uns bei der nächsten Rast ganz dicht nebeneinander setzten, da war damit zwischen uns beiden eine feste Freundschaft geschlossen. Robert sagte mir fest auf die Hand zu, mich öfter im Zollhaus zu besuchen und mit mir rauf auf Hoaschd zu steigen. Schließlich versprachen wir einander, uns nächstes Jahr beim Schulgbeginn gleich nebeneinander in dieselbe Schulbank zu setzen. Und später auch bei der Erstkommunion, da sollten wir Nöödmoahlskamaroaden werden.

So ist dann der Summer sehr schnell vergangen und schön geworden, und zu meinen weiteren Hoffnungen, die ich an das kommende Jahr, mein Erstes Schuljahr knüpfte, war zudem die Erwartung, daß noch weitere Arten der schönen Singvögel zu uns zum Futtern und zum Zwitschern kommen; auch die Amseln, Buchfinke, die Kleiber und vielleicht sogar die Distelfinke und Dompfaffe. Die habe ich alle draußen auf den Feldern und in den Büschen von Hoaschd schon einige Male gesehen!